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A-Myb CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-404328-ACT | 20 µg | $397.00 |
MYBL1 kodiert den menschlichen Transkriptionsfaktor A‑Myb, ein Mitglied der MYB-Familie, das spezifische DNA-Motive bindet, um Genexpressionsprogramme zu regulieren, die den Zellzyklus-Fortschritt, die Differenzierung und die linien-/gewebespezifische Proliferation steuern. Die A‑Myb-Aktivität überschneidet sich mit transkriptionellen Netzwerken, die Chromatin-Remodelling, replikationsassoziierte Genexpression und entwicklungsbiologische Signalwege kontrollieren, insbesondere in stark proliferativen Geweben. Eine dysregulierte MYBL1-Expression oder genomische Umlagerung wurde bei mehreren Malignomen beschrieben und wird häufig im Hinblick auf ihren Einfluss auf onkogene Transkription, Tumorzell-Identität und Proliferationsfähigkeit untersucht. Als übergeordneter Regulator von Gennetzwerken bietet A‑Myb einen nützlichen Ansatzpunkt für mechanistische Studien zu Transkriptionsfaktor-Abhängigkeiten und zur Umverdrahtung von Signalwegen.
A-Myb Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen MYBL1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
A-Myb Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des MYBL1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der MYBL1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen A-Myb-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native MYBL1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von A-Myb-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des A-Myb-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem MYBL1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.