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αA-crystallin CRISPR/Cas9 KO Plasmid (m) | sc-419820 | 20 µg | $397.00 |
Cryaa kodiert αA‑Kristallin, ein im Augenlinsengewebe sehr reichlich vorhandenes kleines Hitzeschockprotein, das als ATP‑unabhängiger molekularer Chaperon wirkt, um die Löslichkeit von Kristallinen zu erhalten und unter Stress Proteinaggregation zu verhindern. Über seine strukturelle Rolle bei der Herstellung der Linsentransparenz und der Brechungseigenschaften hinaus trägt αA‑Kristallin zur Proteostase bei, indem es mit fehlgefalteten Zielproteinen interagiert und Stressantwort-Netzwerke moduliert, die mit Redox-Gleichgewicht und Apoptose verknüpft sind. Eine veränderte CRYAA‑Expression oder ‑Funktion ist mit Störungen der Linsenfaserzellen, einer beeinträchtigten Protein-Homöostase und kataraktassoziierten Phänotypen verbunden und stellt damit einen zentralen Ansatzpunkt für die Untersuchung der Linsenentwicklung und altersabhängiger Proteinaggregationsprozesse dar. In Mausmodellen ermöglicht eine Perturbation von Cryaa mechanistische Untersuchungen zur Chaperonaktivität, zur Organisation des Zytoskeletts und zur Stressresistenz in Linsenepithel- und Linsenfaserzellen.
Das αA-crystallin CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (m) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des Cryaa-Gens in mouse-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des Cryaa-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von Cryaa nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die αA-crystallin-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von Cryaa-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der αA-crystallin-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.