Die chemische Klasse der HLA-DQβ2-Inhibitoren umfasst eine Reihe von Verbindungen, die indirekt die Aktivität des HLA-Klasse-II-Histokompatibilitätsantigens, der DQ-Beta-2-Kette, durch verschiedene Mechanismen im Zusammenhang mit der Antigenverarbeitung und -präsentation beeinflussen. Diese Inhibitoren zielen in erster Linie auf verschiedene Stadien und Komponenten des Immunreaktionswegs ab und beeinflussen so die HLA-DQβ2-Funktion. Verbindungen wie Chloroquin und Hydroxychloroquin wirken durch Veränderung des endosomalen pH-Wertes, der für die Antigenprozessierung entscheidend ist, einem Schlüsselschritt bei der HLA-DQβ2-vermittelten Antigenpräsentation. Brefeldin A und Monensin stören den Proteintransport bzw. die Funktion des Golgi-Apparats und beeinträchtigen die ordnungsgemäße Präsentation von Antigenen durch HLA-Moleküle.
Darüber hinaus können Colchicin durch Störung der Zytoskelettfunktionen und Tunicamycin durch Hemmung der N-gebundenen Glykosylierung die für HLA-DQβ2 relevanten Antigenpräsentationswege beeinflussen. Immunsuppressiva wie Cyclosporin A, FK506 (Tacrolimus) und Rapamycin modulieren verschiedene Aspekte der T-Zell-Funktion und der Immunzellaktivierung, die für das effektive Funktionieren von HLA-DQβ2 bei der Antigenpräsentation entscheidend sind. Darüber hinaus können Verbindungen wie Leupeptin, MG132 und Lactacystin, die lysosomale Proteasen bzw. Proteasomen hemmen, die Bildung von Antigenpeptiden, die von HLA-DQβ2 präsentiert werden, beeinflussen.
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