Chemische Inhibitoren von AMDHD1 können seine Funktion über verschiedene biochemische Wege beeinflussen. Methotrexat führt durch die Hemmung der Dihydrofolatreduktase zu einer Abnahme von Tetrahydrofolat, das für die Biosynthese von Nukleotiden von entscheidender Bedeutung ist und daher für die Stoffwechselprozesse, an denen AMDHD1 beteiligt ist, notwendig ist. 5-Fluorouracil verfolgt einen ähnlichen Ansatz, zielt jedoch auf ein anderes Enzym ab, die Thymidylatsynthase, die für die Synthese von Thymidinmonophosphat, einem Vorläufer von Thymidintriphosphat, unerlässlich ist. Thymidintriphosphat ist für die DNA-Reparatur und -Replikation erforderlich, bei der AMDHD1 eine Rolle spielt. Die Hemmung von Cyclooxygenasen durch Sulindac kann zu einer verminderten Prostaglandinsynthese führen, was wiederum Stoffwechselwege verändern kann, zu denen auch die Funktion von AMDHD1 gehört. Triclosan stört die Fettsäuresynthese, indem es die Enoyl-Acyl-Carrier-Protein-Reduktase hemmt, was sich möglicherweise auf AMDHD1 durch Veränderungen der Membrandynamik und der Signalwege auswirkt. Allopurinol wirkt sich auf AMDHD1 aus, indem es die Xanthinoxidase hemmt und dadurch das Gleichgewicht der Purinnukleotide beeinflusst, die als Substrate für AMDHD1 dienen.
Im gleichen Zusammenhang verändert Raloxifen die Transkription von Stoffwechselgenen, die gemeinsam mit AMDHD1 reguliert werden, indem es den Östrogen-verwandten Rezeptor Gamma hemmt. Pyrazinamid kann nach seiner Umwandlung in Pyrazinolsäure die Energieproduktion in Zellen stören und so die an AMDHD1 beteiligten Prozesse beeinflussen. Hydroxyharnstoff zielt auf die Ribonukleotidreduktase ab und senkt die Desoxyribonukleotidspiegel, die für die Rolle von AMDHD1 bei der DNA-Synthese und -Reparatur entscheidend sind. Levofloxacin wirkt zwar in erster Linie auf Bakterien, kann aber in menschlichen Zellen oxidativen Stress verursachen, der indirekt die Funktion von AMDHD1 beeinträchtigen kann. 6-Thioguanin wird in DNA und RNA eingebaut, wodurch der Nukleotidstoffwechsel und folglich die Aktivität von AMDHD1 gestört wird. Oxonsäure, ein Uricase-Hemmer, beeinflusst den Purinkatabolismus und damit die Funktion von AMDHD1. Schließlich kann Acyclovir, sobald es aktiviert ist, die DNA-Polymerase hemmen und Prozesse stören, an denen AMDHD1 beteiligt ist.
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