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PILR-α CRISPR/Cas9 KO Plasmid (h) | sc-407310 | 20 µg | $397.00 |
PILRA (paired immunoglobulin-like type 2 receptor alpha) kodiert einen inhibitorischen Zelloberflächenrezeptor, der besonders in myeloiden Zellpopulationen angereichert ist. Dort erkennt er sialylierte O‑Glykan‑Liganden und vermittelt eine dämpfende Signalübertragung über die ITIM‑abhängige Rekrutierung von Phosphatasen wie SHP‑1/2. Durch die Abschwächung Fc‑Rezeptor‑ und TLR‑assoziierter Aktivierungsprogramme trägt PILR‑α zur Regulation von Schwellenwerten der angeborenen Immunantwort, zur Zytokinproduktion und zu Effektorfunktionen von Leukozyten bei. Diese checkpoint‑ähnliche Aktivität verbindet PILR‑α mit Signalwegen, die die entzündliche Homöostase, die Aktivierung antigenpräsentierender Zellen und Mechanismen der Immunflucht steuern. Eine veränderte PILRA‑Expression oder Ligandenbindung wurde mit Neuroinflammation und der Biologie infektiöser Erkrankungen in Zusammenhang gebracht und ist daher relevant für Studien zur myeloiden Regulation in komplexen Gewebe‑Mikroumgebungen.
Das PILR-α CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (h) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des PILRA-Gens in human-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des PILRA-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von PILRA nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die PILR-α-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von PILRA-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der PILR-α-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.