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Integrin β3/ITGB3/CD61 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-400216-ACT | 20 µg | $397.00 |
ITGB3 kodiert Integrin β3 (CD61), einen transmembranen Adhäsionsrezeptor, der mit αIIb (unter Bildung von αIIbβ3) oder αV (unter Bildung von αVβ3) zu einem Heterodimer zusammenlagert, um die Bindung an Liganden der extrazellulären Matrix wie Fibrinogen, Vitronectin und Fibronectin zu vermitteln. Über die Bildung fokaler Adhäsionen sowie Outside-in-/Inside-out-Signalisierung koordiniert Integrin β3 Zelladhäsion, Thrombozytenaggregation, Zytoskelett-Umbau und Migration über Signalwege einschließlich FAK/SRC, PI3K–AKT und MAPK. Die ITGB3-Aktivität ist zentral für die Thrombozytenfunktion und die Thrombusbildung und trägt außerdem zu Interaktionen von Endothel- und Tumorzellen mit ihrer Mikroumgebung bei. Eine fehlregulierte Integrin-β3-Signalisierung wurde in verschiedenen Krankheitskontexten mit veränderter Hämostase, Entzündung sowie Prozessen in Verbindung gebracht, die Angiogenese und Metastasierung unterstützen.
Integrin β3/ITGB3/CD61 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen ITGB3-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
Integrin β3/ITGB3/CD61 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des ITGB3-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der ITGB3-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen Integrin β3/ITGB3/CD61-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native ITGB3-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von Integrin β3/ITGB3/CD61-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des Integrin β3/ITGB3/CD61-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem ITGB3-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.