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vinculin CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-400227-ACT | 20 µg | $397.00 |
Das humane VCL-Gen kodiert Vinculin, einen mechanosensitiven, aktinbindenden Adapter, der an Fokalkontakten und Adhärenskontakten angereichert ist und dort Integrin- und Cadherin-Komplexe mit dem Aktinzytoskelett koppelt. Vinculin reguliert die Dynamik der Zell–ECM- und Zell–Zell-Adhäsion, die Kraftübertragung sowie den Umbau des Zytoskeletts über Signalwege, an denen u. a. Talin, Paxillin, FAK/Src-Signalisierung und GTPasen der Rho-Familie beteiligt sind. Durch die Feinabstimmung von Adhäsionsumsatz und Traktionskräften beeinflusst VCL Migration, Polarität und Gewebemorphogenese; eine Fehlregulation wird in Zusammenhängen veränderter Invasivität und metastatischen Potenzials untersucht. VCL-abhängige Mechanotransduktion ist zudem relevant für Modelle der Kardiomyozytenadhäsion und der kontraktilen Kopplung, bei denen Veränderungen der Integrität von Zellkontakten Stressantworten beeinflussen können.
vinculin Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen VCL-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
vinculin Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des VCL-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der VCL-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen vinculin-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native VCL-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von vinculin-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des vinculin-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem VCL-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.