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OCT1 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-402232-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
OCT1 CRISPR Activation Plasmid (h2) | sc-402232-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
SLC22A1 kodiert den organischen Kationentransporter 1 (OCT1), einen polyspezifischen Solute-Carrier, der die natriumunabhängige Aufnahme endogener Amine und verschiedener xenobiotischer organischer Kationen über die Plasmamembran vermittelt. Die OCT1-Aktivität prägt die zelluläre Verteilung geladener Metabolite und Arzneistoffe, beeinflusst die hepatische Verarbeitung zirkulierender Substanzen und trägt zur interindividuellen Variabilität transportabhängiger pharmakokinetischer Eigenschaften bei. Durch die Kontrolle der intrazellulären Verfügbarkeit kationischer Substrate steht OCT1 in Verbindung mit Entgiftungs- und Stoffwechselhomöostase‑Signalwegen, einschließlich Prozessen, die oxidativen Stress und die mitochondriale Funktion modulieren. Eine veränderte SLC22A1-Expression oder genetische Variation wurde mit Unterschieden im Ansprechen auf Arzneimittel in Zusammenhang gebracht und in leberbezogenen Erkrankungen sowie in der Krebsbiologie als Determinante der transporter-vermittelten Aufnahme untersucht.
OCT1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen SLC22A1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
OCT1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des SLC22A1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der SLC22A1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen OCT1-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native SLC22A1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von OCT1-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des OCT1-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem SLC22A1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.