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NK-1R CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-401004-ACT | 20 µg | $397.00 |
TACR1 kodiert den humanen Neurokinin‑1‑Rezeptor (NK‑1R), einen GPCR der Klasse A, der das Tachykinin‑Neuropeptid Substanz P bindet und vorwiegend an die Gq/11‑Signalübertragung koppelt. Die Aktivierung von NK‑1R fördert eine phospholipase‑C‑abhängige Bildung von Inositolphosphaten und die Mobilisierung von Calcium, mit nachgeschalteter Aktivierung von PKC, MAPK/ERK und Transkriptionsprogrammen, die die neuronale Erregbarkeit, neurogene Entzündung und die Kontraktilität glatter Muskulatur modulieren. TACR1 wird im zentralen und peripheren Nervensystem sowie in Immun‑ und Epithelkompartimenten exprimiert und verknüpft dadurch neuroimmunologische Kommunikation mit Barriere‑ und Gefäßreaktionen. Veränderte TACR1/NK‑1R‑Signalgebung wurde mit Entzündungs‑ und Schmerzbiologie, Fehlregulationen der Atemwege und des Gastrointestinaltrakts sowie kontextabhängigen Veränderungen der Signalgebung im Tumormikromilieu in Verbindung gebracht und stützt mechanistische Untersuchungen in krankheitsrelevanten Zellmodellen.
NK-1R Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen TACR1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
NK-1R Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des TACR1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der TACR1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen NK-1R-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native TACR1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von NK-1R-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des NK-1R-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem TACR1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.