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c-Myb CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-400752-ACT | 20 µg | $397.00 |
MYB codiert den Transkriptionsfaktor c-Myb, einen sequenzspezifischen DNA-bindenden Regulator, der Programme steuert, die Proliferation, Linienfestlegung (Lineage Commitment) und Differenzierung kontrollieren, insbesondere in hämatopoetischen und immunologischen Zellkompartimenten. c-Myb integriert Signale aus Zytokin- und entwicklungsbiologischen Transkriptionsnetzwerken, um Zellzyklusprogression, Überleben und Reifung durch koordinierte Regulation nachgeschalteter Zielgene zu modulieren. Eine dysregulierte MYB-Aktivität wurde in mehreren malignitätsrelevanten Kontexten – darunter Leukämien und Lymphome – mit veränderten Differenzierungszuständen und anhaltender proliferativer Signalgebung in Verbindung gebracht und ist zudem an der transkriptionellen Umprogrammierung ausgewählter solider Tumoren beteiligt. Diese Eigenschaften machen MYB zu einem zentralen Knotenpunkt für die Analyse genregulatorischer Schaltkreise, chromatinabhängiger Transkription und kontextspezifischer Entscheidungen über Zellschicksale.
c-Myb Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen MYB-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
c-Myb Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des MYB-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der MYB-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen c-Myb-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native MYB-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von c-Myb-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des c-Myb-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem MYB-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.