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Oxytocin-R CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-400641-ACT | 20 µg | $397.00 |
Das humane OXTR-Gen kodiert den Oxytocinrezeptor (Oxytocin-R), einen GPCR der Klasse A, der überwiegend an Gq/11 koppelt, um eine PLCβ-abhängige IP3/DAG-Signalübertragung, die Mobilisierung von intrazellulärem Ca²⁺ und die Aktivierung von PKC zu stimulieren. Die OXTR-Signalisierung beeinflusst das Crosstalk zwischen den MAPK/ERK- und PI3K-AKT-Signalwegen und formt dadurch Transkriptionsprogramme, die die Kontraktilität glatter Muskulatur, soziale Kognition, Stressreaktivität und neuroendokrine Kommunikation regulieren. In peripheren Geweben trägt OXTR zur Physiologie von Uterus und Milchdrüse bei, während es im ZNS synaptische Plastizität und verhaltensrelevante Schaltkreise moduliert. Eine Fehlregulation der OXTR-Expression oder -Signalübertragung wurde mit neuropsychiatrischen Phänotypen in Verbindung gebracht, darunter autismusspektrumbezogene Merkmale, angstbezogene Verhaltensweisen und veränderte soziale Bindung, was mechanistische Untersuchungen in geeigneten zellulären Modellen unterstützt.
Oxytocin-R Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen OXTR-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
Oxytocin-R Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des OXTR-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der OXTR-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen Oxytocin-R-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native OXTR-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von Oxytocin-R-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des Oxytocin-R-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem OXTR-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.