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Lingo-2 Double Nickase Plasmid (h) | sc-414778-NIC | 20 µg | $410.00 |
Humanes **LINGO2** kodiert **Lingo-2**, ein einzelpassiges transmembranes Protein mit leucinreichen Wiederholungen (LRR) und Ig-Domäne, das im Nervensystem und in weiteren Geweben exprimiert wird. Lingo-2 gilt als modulierende Rezeptorkomponente, die das Neuritenauswachsen, die Axonführung und die Myelinisierung beeinflusst, indem sie die Signalübertragung in Rezeptorkomplexen sowie nachgeschaltete zytoskelettale Dynamiken mitprägt. Seine Aktivität wurde mit der Regulation der neuronalen Differenzierung und synaptischer Prozesse in Verbindung gebracht; zudem gibt es zunehmend Hinweise darauf, dass LINGO2-assoziierte Signalwege an neuroentwicklungsbedingten und neurodegenerativen Phänotypen beteiligt sind. LINGO2 wird außerdem hinsichtlich möglicher Rollen in zelladhäsionsbezogener Signalgebung und der gewebespezifischen Regulation von Membranprotein-Netzwerken untersucht, die für krankheitsassoziierte zelluläre Stressantworten relevant sind.
Lingo-2 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des LINGO2-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von LINGO2 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die LINGO2-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit LINGO2-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.