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FAAH CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-402470-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
FAAH CRISPR Activation Plasmid (h2) | sc-402470-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
Die humane FAAH (Fatty Acid Amide Hydrolase) ist eine membranassoziierte Serin-Hydrolase, die die Signalübertragung durch bioaktive Fettsäureamide – darunter Anandamid und verwandte N‑Acylethanolamine – beendet. Durch die Kontrolle des Endocannabinoid-Tonus reguliert FAAH über lipidsignalvermittelte Signalwege die synaptische Transmission, neuroinflammatorische Signalgebung, Schmerzempfindung und die metabolische Homöostase. Eine veränderte FAAH-Aktivität wurde mit einer dysregulierten Signalübertragung über Cannabinoidrezeptoren in Verbindung gebracht und wird unter anderem im Kontext neuropsychiatrischer Phänotypen, der Biologie von Substanzkonsum, entzündlicher Prozesse sowie adipositasassoziiertem Stoffwechsel untersucht. FAAH stellt damit einen zentralen Knotenpunkt dar, um den Umsatz von Lipidmediatoren und nachgeschaltete transkriptionelle und zelluläre Antworten zu erforschen.
FAAH Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen FAAH-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
FAAH Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des FAAH-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der FAAH-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen FAAH-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native FAAH-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von FAAH-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des FAAH-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem FAAH-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.