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CB1/Cannabinoid Receptor 1/CNR1 Double Nickase Plasmid (m) | sc-419722-NIC | 20 µg | $410.00 |
Cnr1 kodiert den Cannabinoid-Rezeptor 1 (CB1/CNR1), einen Gi/o-gekoppelten GPCR, der auf Endocannabinoide wie Anandamid und 2‑AG reagiert und so synaptische Transmission sowie neuronale Erregbarkeit reguliert. Die CB1-Signalübertragung moduliert die Adenylylcyclase und die cAMP/PKA-Aktivität, aktiviert MAPK/ERK-Kaskaden und beeinflusst die Funktion von Ca²⁺- und K⁺-Kanälen, wodurch die Neurotransmitterfreisetzung in zahlreichen Hirnschaltkreisen geprägt wird. Bei der Maus ist Cnr1 ein zentraler Knotenpunkt des neuroimmunen und metabolischen Crosstalks, mit nachgelagerten Effekten auf Appetitregulation, Belohnungsverarbeitung, Stressreaktivität und Energiebilanz. Eine veränderte Aktivität des CB1-Signalwegs wird häufig in Modellen neuropsychiatrischer Phänotypen, der Schmerzverarbeitung, der Anfallsanfälligkeit sowie adipositasassoziierter metabolischer Dysfunktion untersucht und unterstützt damit breit angelegte mechanistische Forschungsanwendungen.
CB1/Cannabinoid Receptor 1/CNR1 Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Cnr1-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Cnr1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Cnr1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Cnr1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.