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MIF CRISPR Activation Plasmid (m) | sc-421649-ACT | 20 µg | $397.00 |
Der Makrophagen-Migrationsinhibitionsfaktor (MIF), kodiert durch das Mausgen *Mif*, ist ein pleiotropes, zytokinähnliches Protein, das angeborene und adaptive Immunantworten koordiniert, indem es die Aktivierung von Makrophagen, die Rekrutierung von Leukozyten und die Produktion entzündlicher Mediatoren moduliert. MIF greift in zentrale Signalwege wie MAPK/ERK und PI3K/AKT ein und kann NF-κB‑abhängige Transkriptionsprogramme beeinflussen, wodurch zelluläre Stressantworten und das Überleben von Zellen geprägt werden. Über Interaktionen mit Rezeptoren wie CD74 und Chemokinrezeptoren unterstützt MIF Chemotaxis und entzündliche Signalwechselwirkungen innerhalb von Gewebe‑Mikroumgebungen. Eine fehlregulierte MIF-Expression wurde mit chronischen Entzündungen und immunvermittelter Pathologie in Verbindung gebracht und wird häufig im Kontext tumorassoziierter Entzündung, metabolischer Dysregulation und fibroserelevanter Signalnetzwerke untersucht.
MIF Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (m) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen Mif-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
MIF Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (m) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des Mif-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der Mif-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen MIF-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native Mif-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von MIF-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des MIF-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem Mif-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.