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EGFL6 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-411850-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
EGFL6 CRISPR Activation Plasmid (h2) | sc-411850-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
EGFL6 (epidermal growth factor-like protein 6) ist ein sezerniertes, mit der extrazellulären Matrix assoziiertes Protein, das in vaskulären und stromalen Kompartimenten angereichert ist, wo es Zell‑Matrix‑Interaktionen und die Kommunikation innerhalb der Gewebemikroumgebung unterstützt. Über seine EGF‑ähnlichen Repeats beeinflusst EGFL6 Verhaltensweisen von Endothel- und mesenchymalen Zellen, die mit Adhäsion, Migration und angiogenem Remodeling verknüpft sind – Prozesse, die sich mit der Integrin‑Signalgebung und wachstumsfaktorresponsiven Signalwegen überschneiden. Eine veränderte EGFL6-Expression wurde in mehreren Tumorkontexten sowie anderen Erkrankungen beschrieben, die durch abnorme Neovaskularisation und ein Reprogrammieren der extrazellulären Matrix gekennzeichnet sind, was EGFL6 zu einem nützlichen Marker und funktionellen Knotenpunkt für die Untersuchung mikroenvironmentgetriebener Phänotypen macht. Die Forschung zu humanem EGFL6 konzentriert sich häufig darauf, wie extrazelluläre Signale Transkriptionsprogramme umgestalten, die Invasion, vaskuläre Musterbildung und Gewebeorganisation steuern.
EGFL6 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen EGFL6-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
EGFL6 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des EGFL6-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der EGFL6-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen EGFL6-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native EGFL6-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von EGFL6-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des EGFL6-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem EGFL6-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.