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ABCA4 Double Nickase Plasmid (h) | sc-401830-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
ABCA4 Double Nickase Plasmid (h2) | sc-401830-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
ABCA4 kodiert einen ATP-bindenden Kassettentransporter, der überwiegend in den Scheibenmembranen der Außensegmente von Photorezeptoren lokalisiert ist und dort als ATP-abhängige Flippase für retinoidabgeleitete Phospholipide fungiert. Durch die Förderung der Entfernung von N-Retinyliden-Phosphatidylethanolamin und verwandten Bisretinoid-Vorstufen unterstützt ABCA4 den visuellen (Retinoid‑)Zyklus und schützt Zellen vor photooxidativem Stress. Eine Beeinträchtigung der ABCA4-Aktivität stört die Verarbeitung von Retinaldehyd und begünstigt die Anreicherung toxischer Lipofuszin-Fluorophore im retinalen Pigmentepithel. Varianten in ABCA4 sind stark mit erblichen Netzhautdegenerationen assoziiert, was das Gen zu einem wichtigen Ziel für mechanistische Studien des Photorezeptorstoffwechsels und zellulärer Stresssignalwege macht.
ABCA4 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des ABCA4-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von ABCA4 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die ABCA4-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit ABCA4-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.