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Tom22 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-402198-ACT | 20 µg | $397.00 |
Das humane Gen **TOMM22** kodiert **Tom22**, eine zentrale Rezeptoruntereinheit der **Translokase der äußeren Mitochondrienmembran (TOM)-Komplexes**, die nukleär kodierte mitochondriale Vorläuferproteine erkennt und deren Import in die Mitochondrien koordiniert. Durch die Organisation von Interaktionen mit anderen TOM-Rezeptoren und dem **Tom40**-Kanal unterstützt Tom22 die mitochondriale Proteostase, die Aufrechterhaltung der Atmungskette und die mitochondriale Biogenese und beeinflusst damit den Energiestoffwechsel sowie apoptosebezogene Signalwege. Veränderungen des mitochondrialen Proteinimports und der TOM-Komplex-Funktion stehen mit zellulären Stressantworten, metabolischer Umprogrammierung und mitochondrialer Dysfunktion in Verbindung, wie sie in unterschiedlichen Krankheitskontexten beobachtet werden, einschließlich Neurodegeneration und Krebsbiologie. **TOMM22** ist daher ein nützlicher Knotenpunkt, um zu untersuchen, wie die Importkapazität der Mitochondrien die Organellintegrität und nachgeschaltete Signalnetzwerke moduliert.
Tom22 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen TOMM22-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
Tom22 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des TOMM22-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der TOMM22-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen Tom22-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native TOMM22-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von Tom22-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des Tom22-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem TOMM22-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.