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IFN-β CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-418564-ACT | 20 µg | $397.00 |
IFNB1 kodiert das menschliche Interferon‑β (IFN‑β), ein Typ‑I‑Interferon, das nach Aktivierung von Mustererkennungsrezeptoren, die virale und zytosolische Nukleinsäuren detektieren, rasch induziert wird. Sekretiertes IFN‑β aktiviert eine IFNAR‑abhängige JAK‑STAT‑Signalübertragung und treibt so die Transkription interferon‑stimulierter Gene an, was die antivirale Abwehr, die Antigenpräsentation und das Zusammenspiel zwischen angeborenem und adaptivem Immunsystem prägt. IFNB1 ist in Signalnetzwerke mit IRF3/IRF7, NF‑κB sowie cGAS‑STING/TBK1 eingebunden, die entzündliche Genprogramme und zelluläre Stressantworten koordinieren. Eine fehlregulierte IFN‑β‑Signalgebung wird mit autoinflammatorischen Phänotypen und Interferonopathien in Verbindung gebracht und trägt zur Immun‑Remodellierung bei chronischen Infektionen und tumorassoziierter Entzündung bei, wodurch IFNB1 eine häufig genutzte Achse für mechanistische Studien in der Immunologie ist.
IFN-β Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen IFNB1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
IFN-β Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des IFNB1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der IFNB1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen IFN-β-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native IFNB1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von IFN-β-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des IFN-β-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem IFNB1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.